Chorvereinigung Weilimdorf e.V.

... klingt gut und tut gut

Weihnachtliches Konzert im Schlosshof des Alten Schlosses Stuttgart am 22.12.2017 um 18 Uhr Liebe Freunde der Chorvereinigung Weilimdorf und des Chorgesangs. Startet in das Weihnachtswochende mit einem Besuch unseres Weihnachtskonzertes am 22. Dezember. Wir freuen uns auf euch 😃🎶

Konzert-Rückblick (Rückblick)



Ausgerechnet der „Abschied vom Walde“

Weilimdorf. Die Chorvereinigung konzertiert erstmals mit ihrem neuen Dirigenten, dem 20-jährigen Manuel Töws. Georg Linsenmann Ausgerechnet „Abschied vom Walde“! Dieses Werk von Felix Mendelssohn-Bartholdy, an dem sich die Chorvereinigung bis dato ein bisschen die Zähne ausgebissen hatte. Angegangen waren sie den Chorsatz, in dem Lyrik und Tonkunst der Romantik in Vollendung verschmolzen sind, schon öfters. Konzertreif aber war das Ding noch nie geraten. Und nun kommt ein schmächtiger 19-Jähriger zum Probedirigat und legt, nichts ahnend, diese Noten aufs Pult. Dem Chor dürfte kurz der Atem gestockt haben. Die Skepsis jedenfalls, bestätigt Rosemarie Blanz, die der Chorvereinigung mit Ulrich Himmler paritätisch vorsteht, „war deutlich“. Abschied hätte also auch für Manuel Töws gleich bei der Erstbegegnung das Thema sein können. Stattdessen aber geschah in diesem schmalen Stündchen, was Blanz jetzt, ein halbes Jahr später, eine „glückliche Fügung“ nennt und was Himmler so beschreibt: „Er hat bei uns eine Blockade gelöst. Wir hatten keine Angst mehr, das zu singen. Und wie gut das plötzlich geklungen hat mit diesem jungen Kerle!“ Der „junge Kerle“ ist inzwischen 20 geworden, wie er nun so nebenbei anmerkt. Und die Autoritätsfrage im Verhältnis zu einem Chor, in dem die große Mehrzahl mehr als eine Generation älter ist als er, stellt sich für Töws sowieso nicht: „Wenn man sich mit Respekt begegnet, muss man die Autoritätskarte nicht ziehen.“ Sowieso zählen bei einem Musiker Können und Überzeugungskraft. Und überzeugend fand der Chor auf Anhieb, „dass er fast gar nicht mit dem Klavier arbeitet und so die Mängel nicht zudeckt. Er schafft mit viel Geduld und Einfühlungsvermögen mit den einzelnen Stimmen“, sagt Blanz, „und Kritik äußert er sehr charmant“. Dass der neue Dirigent sich „unheimlich schnell in uns ältere Herrschaften hineinversetzen konnte“, so Blanz, verweist aber auch darauf, dass Töws kein „blanker Anfänger“ ist. Mit 16 Lenzen hatte er den Gesangverein Olnhausen übernommen, zudem einen Projektchor in seiner Heimatgemeinde Möckmühl bei Heilbronn geleitet. Bis zu Beginn seines Studiums an der Musikhochschule Stuttgart. Mit knapp fünf Jahren hatte er von seiner Mutter den ersten Klavierunterricht bekommen, dann aber die Geige zu seinem ersten Instrument gemacht. „Ich wollte auch ein Ensembleinstrument lernen“, sagt Töws, der nun aber zum Klavier als Hauptinstrument des Studiums wechseln will. An der Hochschule studiert er Schulmusik und Mathematik, „und wenn ich das brav zu Ende mache, kommt dabei der Lehrerberuf heraus“, merkt Töws an. Schulmusik sei eben eine ganz breite Basis mit allen relevanten Fächern: „Mein Traum ist, da dann noch ein Dirigierstudium draufzusetzen.“ Mit einem Chor zu arbeiten, „der sich jedes Mal auf einen freut“, das sei ein Privileg: „Und außerdem gibt mir das Routine. Ich lerne mit jeder Chorprobe dazu“, betont Töws, der auch der Geselligkeit einer Chorgemeinschaft keineswegs abhold ist: „Wir sind ja nicht nur eine Leistungsgemeinschaft. Wichtig ist auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl und ein guter Umgang miteinander. Das ist auch eine Basis für gutes Lernen. Und wenn mal etwas quer liegt, dann kann man das hinterher bei einem Bier klären.“ Dementsprechend gefällt dem jungen Chorleiter auch das Motto der Chorvereinigung: „Klingt gut, tut gut!“ Seine Klangvorstellungen seien variabel: „Das Ideal ist, jedes Stück stilgetreu zu interpretieren.“ Dafür brauche es eine bestimmte Basis: „Die Stimme muss gestützt sein, ein Fundament im Körper haben. Von diesem Kern aus kann man dann ganz unterschiedlich singen und gestalten“, betont Töws. Musikalisch stehe er für Vielseitigkeit: „Ich habe die klassische Basis der E-Musik im Studium, ich bin aber auch ein Fan von Unterhaltungsmusik, von Jazz, Blues und Pop.“ Diese Mischung bestimmt auch das Programm, mit dem sich die Chorvereinigung nun zum ersten Mal unter der Stabführung des neuen Dirigenten der Öffentlichkeit zeigt. Und dabei eröffnen sie sehr selbstbewusst: Mit Mendelssohn, mit „Abschied von Walde“. Info Das Konzert der Chorvereinigung Weilimdorf findet am Sonntag, 15. Oktober, von 17 Uhr an im Gemeindesaal St. Theresia, Pirmasenser Straße 8, statt. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei. © Die inhaltlichen Rechte bleiben dem Verlag vorbehalten. Nutzung der journalistischen Inhalte ist ausschließlich zu eigenen, nichtkommerziellen Zwecken erlaubt.KONZERT am 15.Oktober

Neuzehnjähriger Musikstudent trifft auf 153 Jahre Vereinsgeschichte. Nachdem die langjährige musikalische Leiterin der Chorvereinigung Weilimdorf aus beruflichen Gründen völlig überraschend ihre Tätigketit beendete, hatte der 153 Jahre alte Verein Ende letzten Jahres keinen Dirigenten mehr. Die Suche nach einem Nachfolger war aber erfolgreich. Gleich mehrere Interessenten meldeten sich auf entsprechende Inserate bzw. Anfragen. Vier Bewerber wurden zu einem Probedirigat eingeladen. Die SängerInnen stimmten in einem demokratischen Verfahren mehrheitlich für einen Kandidaten. Manuel Töws sorgt seit Anfang des Jahres für den guten Ton bei der Chorvereinigung. Der damals erst neunzehnjährige Student an der Musikhochschule aus Stuttgart hat alle von Anfang an überzeugt. Durch sein musikalisches Gespür, seinem konsequenten Streben nach dem schönen und harmonischen Chorklang, verbunden mit seinem jugendlichen Charme, hat er sich in kurzer Zeit Respekt verschafft. Alles, was er auf der Uni lernt, wird in den Chorproben angewandt und von den Mitgliedern gerne angenommen. Die Chorvereinigung möchte nun sich und ihren neuen Leiter den Freunden des Chorgesanges vorstellen und wieder etwas zum kulturellen Leben in Weilimdorf beitragen. Obwohl die Zeit der Zusammenarbeit noch recht kurz ist, möchte der Chor alle Interessierten zu einer musikalischen Veranstaltung einladen. Es gibt neue Literatur, die mit dem neuen Leiter einstudiert wurden und Bekanntes aus dem umfangreichen Repertoire der Chorvereinigung, neu interpretiert nach den Vorstellungen von Manuel Töws. Er wird auch Freunde von der Uni mitbringen, die das Konzert als Solisten und Instrumentalisten bereichern werden. Das Konzert findet statt am Sonntag den 15. Oktober 2017 um 17:00 Uhr im Gemeindesaal St. Theresia, Pirmasenserstr. 8 in 70499 Weilimdorf. Die Veranstaltung ist kostenlos. Über Spenden würde sich der Verein freuen. Ebenso über möglichst viele Besucher, die Interesse zeigen an der Arbeit des ältesten Vereins im Stadtbezirk. Wobei der Begriff Arbeit irreführend ist. Der Chorgesang ist für die nahezu 60 Sängerinnen und Sänger gleichzeitig Spaß am Singen, Freizeitgestaltung und Begegnung mit guten Freunden in Einem.    

 


Neues von der Chorvereinigung  (Januar 2017)

Alte und neue Chorleiter. Sie nahmen in den letzten Wochen bedeutenden Einfluss bei der Chorvereinigung.

Anfang des Jahres mussten wir erfahren, dass unser langjähriger Chorleiter Harry Pleva nach langer Krankheit am 05.01.2017 verstorben ist. Fast 30 Jahre lang hat er die musikalische Entwicklung der Chorvereinigung geprägt. Sein musikalisches

 Wirken war in der Vergangenheit und wird auch in Zukunft der Maßstab bleiben.

Mit einem Abschied ganz anderer Art mussten wir uns Ende des vergangenen Jahres befassen. Unsere Chorleiterin Michaela Hartmann-Trummer hat uns wegen beruflicher Veränderungen zum Jahresende überraschend verlassen. Seit April 2013 hat sie mit ihrem neuen Stil viel zum guten Klang der Chorvereinigung beigetragen. Ihre erste Herausforderung war unser großes Konzert anlässlich des 150-jährigen Bestehens der Chorvereinigung. Zwei stimmungsvolle Konzerte im Innenhof des Alten Schlosses und auf dem Weilimdorfer Weihnachtsmarkt beendeten die Zusammenarbeit.

Das Interesse an unserer Suche nach einem Nachfolger war groß. In mehreren Probedirigaten konnten wir uns vom Talent der unterschiedlichen Bewerber ein Bild machen. Die Wahl fiel letztendlich auf Manuel Töws. Der noch junge Student von der Stuttgarter Musikhochschule überzeugte mit seinem musikalischen Talent und seiner freundlichen und gleichzeitig ernsthaften Art. Er freut sich, dass er in Zukunft bei der Chorvereinigung für den guten Ton zuständig ist. Und die Chorvereinigung freut sich auf die sicherlich gute Zusammenarbeit.

An dieser Stelle laden wir alle Interessierten dazu ein, sich selbst ein Bild von uns und unserem neuen Chorleiter zu machen. Besuchen Sie uns bei unseren Proben donnerstags um 20:00 Uhr in unserem Proberaum in der Altenwohnanlage Goslarer Straße. Beginnen Sie mit Herrn Töws und uns ein neues Kapitel in der Geschichte der Chorvereinigung Weilimdorf.

Mit den besten Wünschen für ein erfolgreiches Jahr 2017




 

 

Chorvereinigung Weilimdorf e.V. Rennstr. 17, 70499 Stuttgart